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Gym-KPIs

KPI steht für Key Performance Indicator, also Schlüsselkennzahl. Gym-KPIs sind die wenigen Kennzahlen, die dem Betreiber oder Management zeigen, ob das Geschäft in die richtige Richtung läuft. Gut gewählte KPIs beantworten vier Fragen: Kommen Mitglieder, bleiben sie, sind Fläche und Geräte effizient genutzt, und entsteht daraus Umsatz.

Mitglieder-Kennzahlen

Anzahl aktiver Mitglieder, neue Beitritte, Abwanderungsrate (Churn) und ihre Umkehrgröße Mitgliederbindung sowie der durchschnittliche Lifetime Value je Mitglied. Die Bindung ist häufig die wichtigste Einzelkennzahl, weil sie alle Umsatzkennzahlen mit Verzögerung beeinflusst.

Kapazitäts- und Nutzungs-Kennzahlen

Tägliche und wöchentliche Besucherzahlen, Stoßzeiten-Auslastung, gerätespezifische Auslastung, Sessions pro Quadratmeter und die Ungleichmäßigkeit der Nutzung über Zonen. Diese Kennzahlen zeigen, ob die aktuelle Geräte- und Flächenausstattung passend ist oder ob in die falschen Dinge investiert wird.

Finanz-Kennzahlen

Umsatz pro Mitglied im Monat (ARPU), monatlich wiederkehrender Umsatz (MRR), Deckungsbeitrag, Anteil der Personalkosten am Umsatz (branchenüblich 30 bis 40 Prozent), Anteil der Mietkosten (15 bis 25 Prozent) und Energiekosten.

Finanzkennzahlen ergeben sich aus den Mitglieder- und Kapazitätskennzahlen, weshalb es sich lohnt, die Ursache-Wirkungs-Kette zu verstehen, anstatt nur die Zahlen zu verfolgen.

Operative Kennzahlen

Anzahl der Gerätestörungen und ihre Reparaturzeit, NPS- oder CSAT-Wert aus dem Mitgliederfeedback, Verteilung der Personalstunden, Anzahl der Tailgating-Vorfälle. Operative Kennzahlen geben Frühwarnungen, bevor ein Problem in der Bindung oder im Umsatz sichtbar wird.

Wie KPIs gelesen werden

Eine einzelne Kennzahl sagt fast nichts ohne Vergleich. Ein guter KPI-Blick enthält drei Dimensionen: aktueller Stand, eigener Trend (Richtung) und Benchmark (eigene Historie, Branchenschnitt oder Top-25-Prozent).

Weniger Kennzahlen sind besser als mehr. Fünf bis zehn sorgfältig verfolgte Kennzahlen reichen für die meisten Gyms, und sie sollten in regelmäßigem Rhythmus, etwa monatlich, durchgegangen werden.

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